Inhalationsallergie

Inhalationsallergie

Wie auch bei anderen Allergien, tritt bei Inhalationsallergien eine Überempfindlichkeit des Körpers auf einen oder mehrere bestimmte Stoff(e) auf. Diese dem Körper fremden Substanzen rufen eine negative Reaktion aus, die sich vor allem auf den Schleimhäuten niederlegt. Das führt bei Betroffenen zu Beschwerden in vielseitiger Form, denen entsprechend medikamentös entgegengewirkt wird. Die häufigste Form der Inhalationsallergien ist der klassische Heuschnupfen.

Wie und bei wem kommen Inhalationsallergien zustande?

Ausgelöst werden die Inhalationsallergien durch sogenannte IgE-Antikörper. Bei gesunden Menschen, die keine dieser Allergien besitzen, werden diese Antikörper nur in sehr geringer Form gebildet. Durch die Allergie hingegen wird die Produktion vervielfacht, wodurch im Körper dann eine zu große Menge dieser IgE-Antikörper vorzufinden ist. Dieses genetische Defizit kann noch nicht langfristig erfolgreich therapiert werden, weshalb in erster Linie die auftretenden Symptome behandelt werden. Die Allergie muss nicht zwingend direkt schon bei der Geburt auftreten. In vielen Fällen machen sich die Inhalationsallergien aber noch vor dem 20. Lebensjahr bemerkbar. Spätere Ersterkrankungen sind folglich seltener, aber keinesfalls völlig auszuschließen.

Symptomatik bei Betroffenen mit Inhalationsallergien

Symptome können bei derartigen Allergien immer alleinstehend oder zusammen auftreten. Besonders häufig betroffene Bereiche sind die Schleimhäute in den Atemwegen, obere Luftwege und die Bindehaut des Auges. Hier zeigen sich negative Auswirkungen der Inhalationsallergien auch zuerst. Die Schleimhäute reagieren bei Kontakt mit den körperfremden Stoffen empfindlich und gereizt. Das zeigt sich zum Beispiel in einem Niesreiz mit anschließendem Freisetzen des Sekrets. Auch ein Anschwellen der Schleimhäute ist keinesfalls selten, weshalb es zu kurzfristiger Kurzatmigkeit oder einer „verschlossenen“ Nase kommen kann, bei der nicht mehr einwandfrei ein- und ausgeatmet werden kann. In schlimmeren Fällen bilden sich Polypen oder chronische Entzündungen, die eine weitere zielgerichtete Behandlung durch einen Mediziner notwendig machen.

Bei der Bindehaut des Auges, welche ebenfalls sehr empfindlich reagiert, können Rötungen und Juckreize auftreten, ebenso wie „tränende“ Augen, die teilweise auch die Sicht erheblich einschränken. Wer besonders stark auf Inhalationsallergien reagiert, kann auch Symptome abseits dieser Zonen entwickeln, die sich dann auf den gesamten Körper niederschlagen. Hier sind vor allem ein genereller Juckreiz zu nennen, aber auch Übelkeit, Schwindel oder Kreislaufprobleme. Im schlimmsten Fall kommt es bei den Inhalationsallergien, wie auch bei anderen allergischen Reaktionen, zu einem anaphylaktischen Schock. Dieser kann durchaus lebensbedrohliche Ausmaße annehmen und muss folglich sofort behandelt werden.

Diagnose und anschließende Behandlung der Allergien

Bei einer Allergievermutung findet zuerst ein detailliertes Gespräch zwischen dem Betroffenen und dem Mediziner statt. In diesem gilt es das Auftreten der Symptome vor allem einzuschränken, beispielsweise wann und wo sie auftreten oder zu welcher Jahreszeit. Nach der Anamnese werden diverse Blutuntersuchungen, Provokationstests und Hauttests durchgeführt. Bei den Provokationstests wird der Betroffene unter Aufsicht gezielt in Kontakt mit Elementen gebracht, die als Auslöser für die allergischen Reaktionen vermutet werden. Die Arten der Inhalationsallergien können sich unterscheiden, in Deutschland sind vor allem der Heuschnupfen, Hausstauballergien oder Allergien auf Tierhaare besonders häufig vorzufinden. Auch Schimmelpilze oder chemische Substanzen können ein Auslöser sein.

Behandelt werden die Allergien vor allem, indem der Kontakt zu diesen auslösenden Stoffen vermieden wird. Ist das nicht möglich, werden Tropfen oder Tabletten verschrieben, die die Reaktionen zumindest reduzieren oder gar völlig unterbinden.