Allergienimpfung

AllergienimpfungEine Allergienimpfung ist eine Hyposensibilisierung. Sie hat das Ziel, den Körper langsam an den allergieauslösenden Stoff zu gewöhnen. Dadurch soll die allergische Reaktion gemindert werden. Von einer Allergie wird immer dann gesprochen, wenn eine Person auf Stoffe, die normalerweise gut vertragen werden, empfindlich regiert. Diese Reaktionen können geringfügig, mittelschwer oder schwer sein. Unter bestimmten Umständen kann es sogar zu lebensbedrohlichen Symptomen kommen. Für die allergische Reaktion zeichnen Antikörper verantwortlich, die in der Immunabwehr vorhanden sind. Mit einer Allergienimpfung wurden in letzter Zeit gute Erfolge erzielt. In einigen Fällen konnten die Symptome nicht nur erheblich gemindert werden, sondern verschwanden schließlich ganz.

Allergienimpfung – Hyosensibilisierung

Die wichtigste Voraussetzung für eine Allergienimpfung ist, dass der Allergieauslöser eindeutig idenifiziert wurde. Ein Allergientest kann hier die nötige Klarheit verschaffen. Ist dies geschehen, können dem Patienten Spritzen zugeführt werden, die geringe Mengen des allergieauslösenden Stoffes enthalten. Die Dosis ist so gering, dass eine überschießende allergische Reaktion nicht zu befüchten ist. Vielmehr soll der Körper genügend Zeit bekommen, sich an den Stoff zu gewöhnen und die allergische Reaktion zu verlernen. Hier ist das Immunsystem gefordert. Schritt für Schritt soll es in die Lage versetzt werden, anders als bisher zu reagieren. Bei der Allergienimpfung erfolgt die Injektion des Allergenextraktes an der Rückseite des Oberarmes.

Allergienimpfung – Ablauf

Der Arzt entscheidend im konkreten Fall, ob eine Allergienimpfung sinnvoll erscheint. Es ist aber auch möglich, dass der Patient seinen Arzt gezielt darauf anspricht. Sollte die Allergienimpfung als Behandlungsmethode infrage kommen, wird der Arzt mit dem Patienten alle weiteren Schritte besprechen. In diesem Zusammenhang muss ausdrücklich betont werden, dass sich der Patient auf einen längeren Prozess einstellen sollte, der erst nach 3 bis 5 Jahren komplett abgeschlossen ist. Die Intensität der Behandlung unterscheidet sich allerdings sehr stark. In den ersten Wochen ist davon auszugehen, dass die Allergienimpfung einmal pro Woche erfolgt. Dabei ist die Dosis anfangs nur gering und wird jede Woche schrittweise gesteigert, bis die höchstmögliche Dosis erreicht ist. Dies ist nach ungefähr 4 bis 8 Wochen der Fall. Nun können die Abstände zwischen den einzelnen Impfungen vergrößert werden.

Allergienimpfung – Kosten, Chancen und Risiken

Die Kosten für die Allergienimpfung sind unterschiedlich hoch und richten sich nach der Art und dem Umfang der durchgeführten Maßnahmen. Der Patient wird nicht selbst zur Kasse gebeten, denn die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.
Die Chancen, dass sich die allergischen Reaktionen deutlich verringern, sind sehr groß. Oftmals stellt die Allergienimpfung sogar die einzige Möglichkeit dar, eine Allergie dauerhaft in den Griff zu bekommen. Es gibt allerdings bestimmte Krankheiten, die gegen eine Anwendung der Allergienimpfung sprechen. Aus diesem Grunde ist es sehr wichtig, das in jedem Einzelfall die Chancen und die Risiken einer Allergienimpfung deutlich gegeneinander abgewogen werden.