Nahrungsmittelallergie

Eine Lebensmittel- beziehungsweise Nahrungsmittelallergie kann bei Menschen vielseitig ausgeprägt sein. Sowohl die Symptome als auch die Nahrungsmittel, aufNahrungsmittelallergie die der Patient allergisch reagiert, können sich daher stark unterscheiden. Die Überempfindlichkeit gegen diese Nahrungsmittel wird unter anderem über Blut- und Hauttests festgestellt. Häufig merken Betroffene aber schon selbst, wenn sie auf ein bestimmtes Nahrungsmittel immer wieder negativ reagieren.

Diagnose und Symptome einer Nahrungsmittelallergie

Die Diagnose erfolgt, wie bereits eingangs erwähnt, unter anderem über Blut- und Hauttests. Auch Provokationstests werden häufig durchgeführt. Bei diesen bekommt der Betroffene ganz gezielt eine kleine Menge des Nahrungsmittels verabreicht, um dann zu sehen, ob eine allergische Reaktion im Körper hervorgerufen wird. Im Blut lassen sich viele Unverträglichkeiten über die IgE-Antikörper nachweisen. Im Labor werden dann Untersuchungen auf bis zu 300 Lebensmittel durchgeführt, um festzustellen, wie die Antikörper reagieren beziehungsweise ob sie produziert werden. Bei einem Hauttest werden Bestandteile des Nahrungsmittels auf der Haut angebracht, beispielsweise über Extrakte oder Pflaster.

Noch vor diesen Tests merken Betroffene meist aber selber, dass sie gegen ein bestimmtes Nahrungsmittel eine Unverträglichkeit besitzen und der Körper bei Kontakt mit diesem Lebensmittel in negativer Form reagiert. Die Symptome gestalten sich vielfältig und können sich von Mensch zu Mensch unterscheiden. Häufig sind Hautausschläge vorzufinden, die stark jucken und sich in schlimmen Fällen auch zu einem gut sichtbaren Ekzem entwickeln können. Außerdem reagieren die Schleimhäute mitunter gereizt, schwellen an und sorgen für temporäre Atemnot. Symptome, die sich im Magen- und Darmtrakt niederschlagen, zeigen sich vor allem in Durchfällen, Übelkeit und Erbrechen. Bei besonders schweren Nahrungsmittelallergien können die Symptome sogar noch stärker ausfallen. Im schlimmsten Fall tritt ein anaphylaktischen Schock im lebensbedrohlichem Ausmaß ein.

Gefährlichkeit und Behandlung der Unverträglichkeit

Die Intensität der Nahrungsmittelallergie bestimmt die Symptome und damit auch die Gefährlichkeit. Ein anaphylaktischer Schock kann Betroffene, wenn nicht rechtzeitig reagiert wird, durchaus auch das Leben kosten. Üblicherweise führt die Allergie aber meist nur zu temporären, unangenehmen Symptomen, wie eben Durchfällen oder Hautirritationen. Diese sind nicht weiter gefährlich, jedoch sollte in Zukunft auf das betroffene Nahrungsmittel verzichtet werden – auch auf solche, die dieses anteilig enthalten. Immer sollten sich Betroffene deshalb genau mit dem auseinandersetzen, was sie essen und in welcher Menge Lebensmittel zugeführt werden. Selbst ein kleiner Anteil, beispielsweise im Pizzateig oder in der Schokolade, kann bereits allergische Reaktionen hervorrufen. In der Anfangsphase ist es deshalb empfehlenswert, ein Ernährungstagebuch zu führen, um so festzustellen, wann welche Symptome in welchem Ausmaß auftreten.

Zeitgleich gilt es Ernährungsdefizite zu verhindern, die durch eine einseitige Ernährung zustande kommen könnten. Wer mehrere Nahrungsmittelallergien hat oder auf Stoffe allergisch reagiert, die häufig vorzufinden sind, sollte sich daher Hilfe bei einer Ernährungsberatung oder im Internet suchen. Weiterhin sollten Betroffene, bei denen die Allergie bereits diagnostiziert wurde, ein Notfall-Kit bereithalten, mit dem im Ernstfall schnell und zielgerichtet reagiert werden kann. Unter anderem sollten hier ein Antihistaminikum (Tabletten oder Tropfen) und ein Kortisonpräparat in flüssiger oder Zäpfchenform vorzufinden sein. Adrenalin kann in besonders schlimmen Fällen einem Versagen des Kreislaufes entgegentreten. Langfristig wirksame therapeutische Maßnahmen gelten in den meisten Fällen noch als umstritten. Oft sind diese zudem mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden.