Tierhaare

TierhaareDie Augen tränen, Nase und Haut jucken – diese ersten Anzeichen können auftreten, wenn Sie gegen Tierhaare allergisch sind. Dabei sind es noch nicht mal die Haare selbst, die diese Reaktion hervorrufen. Eiweißhaltige Bestandteile wie Schuppen, Hautabsonderungen wie Talg, Schweiß oder Urin der Tiere sind verantwortlich dafür, dass manchmal sofort, meist jedoch erst mit der Zeit eine Allergie entsteht. Diese Auslöser werden aber mit den Tierhaaren verbreitet, so dass der Eindruck entstehen könnte, die Haare selbst wären schuld an den Beschwerden.

Wie erkenne ich eine Allergie rechtzeitig?

Oft fangen die Beschwerden langsam und schleichend an. Es ist der Husten oder Schnupfen, die sich nicht bessern; gerötete und brennende Augen schiebt man vielleicht erst einmal auf trockene Büroluft oder rauchende Mitbewohner. Falls den Betroffenen nicht schon Fälle aus der Familie bekannt sind oder sie unter anderen Überempfindlichkeiten wie einer Pollenallergie leiden, dauert es oft Wochen und Monate, bis der Arzt aufgesucht und die Diagnose gestellt wird. Bis dahin können sich die Beschwerden bereits manifestieren, aus dem leichten Husten schweres Asthma werden.

Wo finde ich Allergieauslöser?

Das eigene Haustier oder die von Freunden und Bekannten könnten Schuld an der Allergie sein. Aber denken Sie auch an Roßhaar oder Lammwolle bei der Matratzenauflage, die Federn im Kissen und den Angoraanteil im Pullover? Hat man direkten Hautkontakt zum Allergen, entstehen vielleicht Hautreaktionen, die die Suche nach der Ursache einfacher machen. Beim Allergenträger Kopfkissen und der Matratze verdeckt oft ein schlechter Schlaf, verschwollene Augen oder Juckreiz, den man auf nächtliche Mückenstiche schiebt, den eigentlichen Auslöser, nämlich Tierhaare. Und sogar überall in der Atemluft sind Allergieauslöser, denn Vogelfedern wie leichte Tierhaare verbreiten sich weit. Manchmal reicht es sogar schon für eine Reaktion, wenn man Menschen trifft, die Kontakt zu Tieren haben.

Das ideale Haustier für Allergiker?

Viele Tierfreunde fragen sich, ob eine Überempfindlichkeit gegen alle Tierhaare bestehen wird. Diese Frage ist nur individuell – durch einen Provokationstest beim Facharzt – zu beantworten. Es gibt durchaus Tierrassen, deren Haarkleid als weniger problematisch gilt.

Einmal allergisch, immer allergisch?

Manchmal wandeln sich Allergien ganz von allein im Laufe des Lebens. Wer als Kind oder während der Pubertät auf Tiere heftig reagierte, kann mit etwas Glück im Erwachsenenalter davon befreit sein. Und gelegentlich entwickeln sich die Beschwerden erst mit dem Alter, wenn allgemein eine höhere Anfälligkeit für Krankheiten gegeben ist. Daneben kann eine Hyposensibilisierung durchaus Erfolg versprechen. Nach einem vom Arzt festgelegten Schema werden geringe Mengen des Auslösers gespritzt, der Körper gewöhnt sich an den Stoff und das Immunsystem antwortet nicht mehr mit einer Überreaktion.